Ein Lebenslauf


 

C, geb. 193 in Halle. Mutter, eine Schwester und drei Brüder

Schulbesuche: 1990 – 2001 auf acht verschiedenen Schulen

Hauptschulabschluss im April 2001

 

Als ich in die Schule kam, haben sich meine Eltern scheiden lassen. Mein Vater hatte Mutti betrogen. Die Entscheidung, ob ich meiner Mutti oder meinem Vater gehe, war mir überlassen. Ich ging zu meiner Mutter. Vater  gründete schnell seine neue Familie. Alle 2 Wochenenden durften wir zu ihm.

 

Nach der Schule musste ich  meinen Bruder vom Kindergarten abholen, obwohl ich selber gerade erst in die Schule kam. Meine Mutti kam ja meist dann spät nach Hause. Mit 9 Jahren war ich das erste mal besoffen. Der neue Freund von meiner Mutti hatte immer Alkohol irgendwo in der Wohnung stehen und ich habe von da an öfter getrunken. Mit 11 Jahren rauchte ich meinen ersten Joint mit der Clique. Ich wollte Spaß haben und ich war neugierig. Außerdem merkte ich, dass es viel besser, lockerer und lustiger war, wenn ich kiffte. Meine Mutti kriegte viele Jahre nichts mit. Ich rutschte immer tiefer in die Drogenszene und hatte einen falschen Freundeskreis.

In der Schule hatte ich aber immer noch gute Leistungen. Mit 12 Jahren habe ich angefangen, Pillen und LSD zunehmen, dann mit 13 Jahren kam auch Speed und V….. dazu. Als ich ca. 12 Jahre alt war, heiratete mein Vater seine neue Frau, mit der er schon lange zusammen lebte. Bald kriegten sie ein Kind zusammen. Seine neue Frau hatte schon 3 Kinder. Mit 14 Jahren fing ich an, Heroin zu nehmen. Ich lebte auf der Straße und machte fast alles dafür, um meinen Stoff zu bekommen.

 

Meine Mutter hatte schon längst wieder einen neuen Freund, mit dem sie lange zusammen blieb. Ich konnte ihn überhaupt nicht leiden. Wir haben uns gestritten, weil sich meine Mutti zwischen ihm und mir entscheiden sollte. Davor ist meiner Mutti oft zum Jugendamt gegangen und hat die Polizei geschickt, weil sie nicht mehr weiter wusste. Mir war das alles so egal, ich habe sie weiterhin beklaut und belogen.  Mit 15 Jahren bin ich auf Entgiftung gegangen, aber wieder rückfällig geworden. Das ging ein paar Mal so mit Zwischenladung in der Psychiatrie.

Bis auf meine letzte Entgiftung, musste ich ins COME IN! wegen der Polizei dem Familiengericht, irgendwann hätten sie mich wer weiß wie lange in die Psychiatrie gebracht.

 

Mein Ex-Freund kam in den Knast und zum Glück Therapieauflage.

Mitglieder

Astrid Bassauer

Catarina Felixmüller

Sabine Bührich-Glasa

Beatrice Kretschmer

Madeleine Marx

Anke Menyesch

Annette Pauw

Imogen Schnippenkoetter-Thomsen

Stefanie Stoltzenberg-Spies

Spendenkonto

Hamburger Sparkasse

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